00:00:00: Zain: Du trägst jetzt zwar keine Krawatte, aber dafür einen Anzug und das war mein Bild damals, dass da irgendwie eine Hürde ist oder das nicht zusammenpasst. Und jetzt sehen wir, wir haben eigentlich einen ähnlichen Hintergrund. Intromusik Laura (Intro): Hi und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Versprochen. Mein Name ist Laura und als Host dieses Podcasts treffe ich auf spannende Persönlichkeiten. Sie teilen nicht nur ihre persönlichen Geschichten, sondern auch Themen, die Sie derzeit bewegen. Ganz ehrlich und offen. Mit euch und mir. Versprochen. Laura: Ja hi und willkommen zurück zu Versprochen. Ich bin heute mit Zain und Tobias hier und zur Feier des Tages dürfen die beiden sich mal selbst vorstellen. Zain: Hi, ich bin Zain. Ich bin bei PwC im Bereich Assurance seit anderthalb Jahren. Das heißt ich bin in der Wirtschaftsprüfung und prüfe Industriemandate und zusätzlich auch mit dem Schwerpunkt CSRD, also Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen. Tobias: Und ich bin Tobias. Ich bin in der internen Rechtsabteilung Risikomanagement und kümmere mich um unsere interne Organisation. Also habe lange schon nichts mehr mit Kunden zu tun. Laura: Ja, danke für eure Vorstellung. Und so kommen wir auch direkt zum Thema der heutigen Folge. Und zwar soll es um Chancengerechtigkeit gehen. Zain, fang du doch gerne mal an, wieso liegt dir das Thema so am Herzen?
00:00:41: Zain: Chancengerechtigkeit, vor allem Bildungsgerechtigkeit, liegt mir sehr nah, weil eingangs habe ich gesagt, ich arbeite im Bereich Assurance, Wirtschaftsprüfung. Wenn ich ehrlich bin, vor paar Jahren wusste ich nicht, was das ist. Ich war in in dem Abi Zeitraum, wo man sich da mit Studium und ähnlichem beschäftigt, habe ich immer gesagt ich will in die Wirtschaftsberatung, was auch immer das sein soll. Ich wusste nicht, wie viele Bereiche es gibt, dass es da dann auch besondere, ich habe jetzt die Nachhaltigkeitsberichterstattung erwähnt, das dann auch Besonderheiten gibt und so war das dann bei mir, als die Entscheidung war, was möchte ich studieren, das ich einfach mal geguckt habe, was meine Kollegen machen in welche Richtung die gehen? Und habe mich dann für das Wirtschaftsingenieurwesen Studium entschieden. Auch weil die Eltern wollten, dass ich Mediziner oder Ingenieur werde. Für Medizin hätte es unter anderem unter dem NC oder auch anderen Gründen eh nicht gereicht. Dann dachte ich komm, Wirtschaft interessiert mich, Ingenieurwesen ist in den Namen. Wird schon gut sein, die Freunde machen es auch. Wird schon passen. Dann habe ich das Studium begonnen, ohne wirklich Ahnung zu haben, was das bedeutet, was ich danach machen will und so lief das dann auch und so oft wie das ist, man hat also Arbeiterkind, so wird es oft definiert, dass man Erstakademiker ist, also im familiären Umfeld oder grundsätzlich im Umfeld nicht jemanden hat, der einen unterstützen kann in dem Bereich. Und so war es dann auch bei mir, dass ich wenig bis keine Vorbilder hatte, die mir dann auch Unterstützung, Tipps geben könnten. Wertvolle Tipps, dass ich vielleicht mal ein Praktikum machen sollte. Und so ging es, dass ich mein Bachelor-Studium ewig lang gezogen habe, weil ich wirklich wenig Ahnung hat, immer mal wieder was anderes dann auch gemacht habe und dann kam die COVID-Zeit bei mir, in der ich dann viel Zeit hatte und dann auch diverse Karriere Influencer verfolgen konnte, die mir dann gesagt haben, dass ich doch am besten im dritten Semester ein Praktikum machen soll in der Wirtschaftsprüfung. Da war es schon zu spät, da ich schon viel zu weit. Aber diese Sachen haben mir dann erst mal so ein Gefühl gegeben, was ich überhaupt mache und wieso ich es mache und das hat mich dann sehr geprägt. Dann habe ich auch einen Master gemacht. Die Karriere Influencer haben auch gesagt Auslandssemester wäre gut, dann habe ich im Master auch ein Auslandssemester in China gemacht, Was ich dann mithilfe eines Stipendiums auch finanzieren konnte. Aber ja, mein Weg war sehr geprägt von Unsicherheiten. Einfach mal ohne Plan was machen. Und bis ich es verstanden habe, war es sehr spät. Und ich, das ist so mein großer Wunsch, dass ich das anderen besser ermöglichen kann. Und deshalb engagiere ich mich auch bei Arbeiterkind und so, aber ich gebe jetzt Tobias das Wort. Tobias: Du alles gut, spannend. Also ich würd bei mir gar nicht so sehr sagen, dass mich das so extrem geprägt hat oder dass ich irgendwie leider mich wahrscheinlich auch viel zu wenig engagiere und sicherlich mehr machen könnte. Also Chapeau! Finde ich eine super Initiative. Mir ist eigentlich erst relativ spät bewusst geworden, dass aus einem nichtakademischen Elternhaus zu kommen, dass das irgendwie eine Auswirkung hat. Jetzt bin ich vom Hintergrund Jurist, habe also auch mal was studiert, weil die Eltern immer gesagt haben das ist toll und mach mal was und Jura irgendwie spannend klang. Aber als Jurist ist man dann entweder irgendwie so ein bisschen davon besessen, für Recht und Gerechtigkeit zu sorgen oder man ist Besserwisser. Und ich habe mich für das eine entschieden, nicht für das andere. Und es treibt mich schon um, irgendwie für Chancengleichheit und Gerechtigkeit zu sorgen. Jetzt ganz unabhängig davon, ob jetzt für Nichtakademiker oder auch aus ganz anderen Hintergründen herausgetrieben und insofern halte ich das für ein sehr, sehr wichtiges Thema und habe aber sehr lange gebraucht für mich eigentlich zu realisieren, dass das auf mich auch zutrifft und ich auch aus dem Hintergrund komme, wo Chancengleichheit mir wahrscheinlich gut getan hätte. Laura: Umso schöner, dass ihr heute beide hier seid und ihr auch Awareness für dieses Thema schafft. Zain, ich konnte da gerade total relaten zu dem, was du gesagt hast. Ich wusste nämlich tatsächlich auch ganz lange nicht, was PwC ist oder was überhaupt Wirtschaftsprüfung ist oder was man da macht. Weil ich finde, wenn man sich vielleicht nicht mit den Leuten irgendwie so umtreibt, dann bringts einem ja keiner bei, außer bei dir beispielsweise, ja, Social Media. Total spannend. Tobias du hattest ja gerade schon gesagt, dass es dir erst relativ spät bewusst geworden ist, dass solche Themen auch auf dich zutreffen. Erinnerst du dich denn an bestimmte Momente, wo du dachtest oh, okay, das ist jetzt vielleicht doch ein Thema, was ich bisher gar nicht so auf dem Schirm hatte. Tobias: Rückblickend auf jeden Fall, na klar. Also ich hatte tatsächlich so bei meinen Lebensentscheidungen relativ viel Glück immer wieder und habe wahrscheinlich so intuitiv die richtigen Entscheidungen getroffen. Aber habe gar nicht so realisiert, dass während des Studiums zum Beispiel so die Frage macht ein Praktikum, Auslandssemester, was viele Kommilitoninnen und Kommilitonen eigentlich so natürlich aus dem Elternhaus mitgedacht haben, sich Gedanken darüber gemacht haben, war mir total fern. Und auch die Frage PwC hat sich mir eigentlich nie gestellt. Ich wusste überhaupt nicht, wer oder was das ist. Und als ich es dann wusste, war mir klar die wollen mich sowieso nicht. Also insofern waren das alles so Themen, wo ich im Nachhinein schon glaube, wenn man da jemand gehabt hätte, der einen an die Hand nimmt und bisschen Unterstützung gibt und einfach mitgibt, was die relevanten Themen sind. Influencing gab es damals noch nicht so wirklich. Ich bin schon ein bisschen älter, dass da tatsächlich echte Lücken waren, die vielleicht so eine Karriere zum Beispiel bei mir auch beschleunigt hätten oder noch mal anders gelenkt hätten. Ich vielleicht eher zu PwC gekommen wäre. You never know. Laura: Aber heute sitzt du ja hier als Partner. Wie ist es denn dann dazu gekommen? Was hat dich dann doch zu PwC gebracht? Tobias: Ach, das war eigentlich Zufall. Also ich war vorher bei einer kleinen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und das hat irgendwie nicht gematcht. Also kulturell war es anders, relativ klein, ich hab mich irgendwie immer eingeengt gefühlt, konnte mich nicht so richtig entwickeln und es passte dann irgendwann nicht mehr. Und PwC hat tatsächlich bei mir angeklopft und hat mich wie auch immer gefunden und gesagt, das könnte passen, wollen wir was zusammen aufbauen? Ich bin tatsächlich, deswegen habe ich das vorhin so gesagt, ich habe schon lange nichts mehr mit Kunden zu tun. Als ich angefangen habe, habe ich Kundenberatung gemacht, so wie du auch. Hab mit unseren Mandantinnen und Mandanten viel gearbeitet und habe in Themenbereichen gearbeitet, ich mach so Datenschutz, Datenrecht, solche Dinge, die einfach immer wichtiger wurden und merke jetzt hier sehr stark, dass ich diese Freiheiten unheimlich schätze, diese Größe, diese Relevanz am Markt, dass man auch wirklich Sachen verändern, beeinflussen kann, was weit über das hinausgeht, was ich in einer kleinen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit 100 Mitarbeitern machen konnte. Also auch für die Gesellschaft, in der Breite, Dinge erreichen, Initiativen wie deine. Das hat halt einen ganz anderen Hebel wenn PwC dabei ist. Laura: Ja, auf jeden Fall. Zain, wie war es bei dir? Was hat dich hierher verschlagen? Zain: Ich hatte tatsächlich, lange bevor ich wusste, was PwC ist, mit PwC zu tun, in dem PwC der Turm in Frankfurt quer gegenüber meiner Schule ist. Da, wo ich mein Abitur gemacht habe. Da gab es den Tower noch gar nicht, wo ich angefangen habe. Dann wurde der errichtet und ich habe diesen Turm immer gesehen und die Leute, die damals dann noch mit Anzug, vielleicht sogar mit Krawatte rauskamen. Bei mir war es umgekehrt, dass ich Angst hatte vor dieser Kulisse oder das Gefühl, dass ich da gar nicht reinpassen würde, dass es elitär wäre. Immer den Traum gehabt, in Frankfurt haben wir viele Wolkenkratzer oder dem Wunsch, mal in so einem Wolkenkratzer zu arbeiten. Aber trotzdem die Angst. Ich habe mich im Bachelor zumindest nicht beworben, habe mich nicht getraut. Ich habe da mal ein Tages Praktikum gemacht. Dann habe ich mich getraut, da hinzugehen, aber habe es nicht genutzt. Ich hab dann die Karteikärtchen mit mir, aber hab die mitgenommen und nix draus gemacht, weil da einfach eine Angst war, dass ich dann am Ende doch scheitern würde oder dass ich da nicht reinpasse. Was jetzt rückblickend, und genau deshalb liegt mir diese Initiative so nah, einfach ein Fehler war. Man hätte sich einfach früher trauen sollen, können, müssen. Weil wir sprechen jetzt, also jetzt auf unserer Ebene, ich bin Associate seit anderthalb Jahren hier, du bist Partner und wir sprechen so offen über dieses Thema, was ich mir damals ja hätte nicht denken können. Du trägst jetzt zwar keine Krawatte, aber einen Anzug. Und das war ja das mein Bild damals, dass da irgendwie eine Hürde ist oder nicht zusammenpasst. Und jetzt sehen wir, wir haben eigentlich einen ähnlichen Hintergrund, aber das merkt man ja erst, wenn man darüber redet. Also ja, mein Weg zu PwC war ein langer, dass ich dann im Master in einer Seminarveranstaltung bei einer anderen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ein Seminar belegt habe dort auch jemanden sehr Gutes. Auch ich würde sagen Glück hatte mit jemand, wo ich das Gefühl habe, das passt einfach. Dadurch die Angst abbauen konnte und mich dann auch getraut habe, dann irgendwann diesen Traum zu erfüllen, dass ich quer gegenüber von meiner Schule bei PwC anfange. Laura: Ich würde sagen Schicksal und oder Manifestation vom Feinsten. Ich würde dir ganz gern die Frage stellen, auf die auch Tobias schon eingegangen ist. Gab es dann auch bei dir Momente, wo du gemerkt hast, dass dein sozialer Hintergrund positiv oder negativ eine Rolle gespielt hat? Du hast ja schon gesagt, man merkt, dass es dich sehr geprägt hat, dass du am Anfang sogar so ein bisschen Angst vor dieser anderen Welt hattest. Aber kannst du es auf ein, zwei bestimmte Situationen runterbrechen? Zain: Ein, zwei Situationen, schwierig dahingehend, dass es wirklich so ein Mindset Ding war. Also man hat sich einfach viele Sachen nicht getraut einfach nach vorne gehen oder auch mal eine Frage stellen: Was bedeutet das eigentlich? Ich verstehe es nicht. Ich bin ja auch bei Arbeiterkind und dort ist zum Beispiel, wir haben jetzt über Partner gesprochen, dass selbstverständlich ist es nicht, dass man gleich weiß, was ist ein Partner überhaupt oder dass wir bei Arbeiterkind reden wir Auditorium. Was ist ein Auditorium? Es waren mehr solche Momente, dass viele Sachen passieren, Numerus clausus, wusste ich damals auch lange nicht, was das ist. Jetzt gibt es auch viel mehr Möglichkeiten. Aber damals gab es dann vielleicht gute Frage oder ähnliches, also viele Sachen. Unsicherheiten, die man hatte, konnten sich nicht klären, weil man sich nicht getraut hat. Also so ein Mindset würde ich sagen und das hat sich dann öfters im Alltag widergespiegelt. Laura: Ja, du hast jetzt schon über dein Engagement bei Arbeiterkind gesprochen. Wie kam es dazu und magst es kurz für uns einordnen, was dort gemacht wird? Zain: Ja, das war witzigerweise auch die COVID-Zeit, witzigerweise auch die Karriere Influencer, von denen ich gesprochen habe, die gesagt haben, man sollte im Lebenslauf ein Ehrenamt haben. Dann bin ich auf die Suche nach Ehrenämtern gegangen und so wurde ich auch auf das Thema aufmerksam. Wie Tobias schon sagte, ich wusste auch lange nicht, dass es da Unterschiede gibt, weil das ist ja dann auch oft, dass man in seinem sozialen Habitus ich war da mit meinen Freunden, die in einer ähnlichen Situation wie ich waren und wir alle dachten, wir haben jetzt drei Tage für die Klausur gelernt und bestanden. Super cool, aber gar nicht gemerkt, was wir gerade alles verpassen, weil man sich eher in seinem Bereich befindet. Und da kam das Thema Arbeiterkind, dass es überhaupt diese Unterschiede gibt, die habe ich dann damit realisiert. Dann auch viele mit jüngeren Leuten. Dann war ich in Schulen, da habe ich mir das sind genau die Unterschiede, die ich auch damals hatte, also wieder Mindset und das beschäftigt mich weiterhin. Wir durften mit Arbeiterkind auch eine Veranstaltung in Frankfurt im PwC Tower mit dem Standortleiter Bernd Röse machen, was auch besonders war. Dort haben wir mit super HR-Kolleg:innen die Lebensläufe gecheckt von denjenigen, die dort waren. Das hat die auch mega unterstützt, weil auch das sind Sachen, man hat ja keinen im Umfeld, der dann konkret sagen kann Hey, mach das und das und man lernt dann vom Umfeld. Aber auch dafür muss man sich trauen, auch ein Umfeld zu entwickeln, Netzwerke zu entwickeln, auf Leute zuzugehen. Wie ist es bei dir? Tobias: Ich muss vorsichtig sein, dass ich nicht zu sehr Werbeblock für PwC mache, aber noch mal einen anderen Twist mitgeben wollen. Also ich meine, wir haben, glaube ich, was sehr Ähnliches erlebt, so vom Hintergrund und haben wir auch eine sehr ähnliche Sicht auf die Dinge, scheint mir. Aber ich will es auch nicht zu negativ klingen lassen. Also klar, wir mussten uns da irgendwie durchbeißen und viele Sachen waren neu und unbekannt. Was ich aber an PwC super schätze ist, dass anerkannt wird, dass wir ja auch was mitbringen. Also wenn du diesen Einheitsbrei hast, alle sind Akademiker, alle kommen aus dem gleichen Hintergrund, dann bist du bei den schwarzen Anzügen und irgendwie jeder macht das gleiche. Und bei uns ist schon die Kreativität finde ich auch sehr, sehr bestimmend in dem, was wir tun, in dem was wir sind und wir beide bringen eine ganz andere Sicht mit als eben Kolleginnen und Kollegen, die in der fünften Generation Akademiker sind und das gilt ja auch für andere Bereiche, wir haben ja auch diese Initiativen, zum Beispiel Leistungssportler zu unterstützen, die aus dem Sport dann in den Beruf kommen. Die bringen eine Perspektive, einen Ehrgeiz, einen Einsatz mit. Jeder bringt etwas mit. Und bei uns ist das eben auch noch mal eine andere Sicht auf die Dinge. Und viele unserer Kundinnen und Kunden ticken ja genauso. Und wenn wir immer alle nur aus dem Elfenbeinturm gleich auf irgendwas draufschauen würden, würden wir unheimlich viel Chancen vergeben. Und deswegen ist es, glaube ich, schon auch wichtig, mit dieser Perspektive reinzukommen. Laura: Ja, ja, das Gefühl habe ich auch. Wenn wir darauf jetzt so ein bisschen schauen, Zain, was denkst du denn, welche Chancen würden verloren gehen, wenn Herkunft immer noch so stark über Bildungs- und Karrierewege entscheiden würde? Zain: Ja, wie Tobias sehr passend schon sagte, unterschiedliche Perspektiven. Wieso sie so wichtig sind? Weil die Lösung, die wir für die Kunden erarbeiten, die entwickeln sich gerade dadurch, dass jeder eine andere Sicht bringt. Nicht nur das, was man schon kennt, sondern neue. Und genau in diesen Zeiten, in denen wir uns bewegen, wo neue Technologien, neue Möglichkeiten sich entwickeln oder auch neue Lösungsansätze wirklich notbedingt notwendig sind, dass wir die entwickeln gemeinsam neue Umsatzmöglichkeiten für unsere Kunden, ich jetzt in der Prüfung vielleicht weniger, aber grundsätzlich. Ich glaube, da ist es sehr dringend notwendig, dass wir auch von verschiedenen Bereichen sei es, bei mir kommt jetzt neben dem Arbeiterkind rein auch die Migrationsgeschichte, die auch sehr unterstützend ist in dem Bereich Internationalität, dass ich verstehe, vielleicht weil ich dort jedes Mal war, wie der AIPAC Bereich funktioniert. Und so sehe ich das auch mit dieser sozialen Herkunft, dass man unterschiedliche Perspektiven mitbringt. Tobias: Absolut. Und ich meine, du hast gerade eine Sache gesagt, neue Technologien, auch da ist so ein Aspekt, ich meine, wir überlegen oder wir erleben ja gerade unheimlichen Umschwung. Unsere Arbeit ändert sich tagtäglich in einer Geschwindigkeit, die völlig atemberaubend ist. Aber ich sage mal, wir sind jetzt so ein bisschen in der Revolution des Geistigen und wir bringen vielleicht auch ein bisschen Erfahrung mit, so aus der Arbeiterklasse. Ich komme, bin Kind des Ruhrgebiets. Arbeiten mit den Händen ist tatsächlich sexy und da einfach auch zu sagen, sich noch mal auf ganz andere Werte und und Bereiche zu fokussieren und zu sagen wir schauen aus dieser Box raus, das gibt so Perspektiven, die haben andere vielleicht gar nicht. Laura: Was würdet ihr sagen, hat sich jetzt vielleicht seit eurer Studienzeit alles getan in dem Bereich? Du hast schon gesagt, es gibt mehr Influencing heutzutage. Tobias: Also for the record, mein Studium ist über 20 Jahre her. Ich könnte jetzt lange erzählen und sorry dafür, also ich fasse mich ganz kurz. Was hat sich geändert? Ich glaube schon, dass die Visibilität dank solcher Initiativen deutlich besser ist, dass es auch so Themen wie Coachingprogramme sowohl bei uns intern, aber auch an den Hochschulen das gab es damals alles noch nicht, man musste irgendwie selber irgendwie sein Glück finden oder eben nicht. Also insofern bewegen wir uns als Gesellschaft, glaube ich, in die richtige Richtung. Aber trotzdem ist da noch ein weiter Weg zu gehen. Und jetzt ist natürlich unser Fokus, heute so ein bisschen über das Thema zu reden und ich glaube, so gleiche Chancen, Gleichberechtigung nennen wir es Gesellschaft, in allen Bereichen noch ganz viel zu tun. Und insofern sollten wir solche Initiativen auf jeden Fall immer wieder Licht drauf legen und zu sagen, das ist eine super Sache. Laura: Aus unserem Vorgespräch weiß ich ja auch, dass du auch häufig mit Studierenden zu tun hast. Wie nimmst du die heutzutage so war, ist das da noch ein Thema? Wenn ja, inwiefern? Tobias: Jetzt habe ich das Glück, an einer Hochschule zu unterrichten, die extremst divers ist, jetzt auch im Bereich Alter und Lebenserfahrung, die sehr stark zum Beispiel mit mit Ex-Bundeswehrsoldaten zusammenarbeitet. Da ist das, fällt das nicht so ganz so doll ins Gewicht, aber ja, das nimmt man natürlich schon wahr. Also auch wenn dann noch, wie du sagst so ein Migrationshintergrund dazukommt, sprachliche Probleme im Elternhaus vielleicht, dann wird's natürlich immer schwieriger, so diese Einstiegshürden zu überwinden. Und das war für mich auch ein Treiber zu sagen, ich möchte eigentlich nicht nur mein Fachwissen, sondern auch so die Erfahrung an die Studierenden weitergeben, um ihnen einfach zu zeigen, aufzuzeigen, wo denn der Lebensweg hingehen könnte. Ich bin ganz happy, dass ein Absolvent, den ich im Studium begleitet habe, jetzt mittlerweile bei mir im Team arbeitet, weil ich ihn überzeugen konnte, dass das Thema spannend ist, dass die Art, wie wir arbeiten, spannend ist. Und das ist dann auch so eine Guidance, im Übrigen auch ein Arbeiterkind, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Laura: Finde ich richtig cool also, dass du jetzt sogar Leute da ich sag mal anwerben konntest für dein Team ist natürlich auch sehr praktisch. Welche Verantwortung seht ihr denn bei PwC in dem Kontext? Zain, vielleicht kannst du ja starten? Zain: Sehr gerne. Da würde ich aber noch einen Punkt zu dem, was Tobias gesagt hat und zwar das Thema Mentorship, Vorbilder. Und das passt auch zu deiner Frage, Laura. Ich denke vor allem diejenigen, die diese Erfahrung kennen oder auch ähnliche Erfahrung gemacht haben, dass man viel zielgerichteter diejenigen unterstützen kann, die ähnliches durchgehen und oft hilft es einfach, wenn man jemanden hat, wo man denkt, er versteht mich. Und wenn diese Person einem was sagt, dann hilft das auch viel mehr, weil ich hatte im Studium auch viele, die mir viel gesagt haben, aber da habe ich mir auch die haben vielleicht glaube ich die ähnliche Probleme wie ich, aber nicht die Lösung. Aber das sind Scheinlösungen, von denen man sich dann orientieren lässt. Es macht definitiv Sinn, sich beraten zu lassen von Leuten, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und vielleicht schon ein paar Schritte weiter sind. Und auch erfolgreich die Schritte gegangen sind. Deshalb auch das Thema, was PwC machen kann und ich glaube, in diese Richtung bewegen wir uns jetzt auch mit dem Podcast und auch mit ähnlichen wie das Thema Vorbilder, Mentorship. Dass man das grundsätzlich mal zum Thema macht, dass man die Möglichkeiten bietet, weil da ist ja auch Scham mit verbunden. Wir reden über Arbeiterkind, da geht es auch um sozioökonomische Faktoren. Also wenn man aus einem schlechten Haushalt kommt, dann vielleicht finanzielle Hürden. Das kann im Studium mit dem Bafög, was ja jetzt auch grundsätzlich ein Thema ist, aber auch im Berufsleben, wenn man nicht in Frankfurt wohnt, ich hatte das Glück, und dann eine Wohnung finden will, in Frankfurt und bei PwC arbeiten will, kann das auch eine Herausforderung sein. Und manchmal ist Scham verbunden. Habe ich auch mit einer im Umfeld von Arbeiterkind gesprochen, die gesagt hat Ich habe mich beworben, aber nie getraut, über das Gehalt zu sprechen. Bei uns hat man nicht über Geld gesprochen, und auch da war Scham verbunden. Also das Thema, was PwC machen kann oder grundsätzlich einmal Awareness schaffen und auch das Gefühl, wir können offen reden. Das ist grundsätzlich unsere Kultur bei PwC, so wie ich sie erlebe, aber auch, dass wir über diese Themen offen drüber reden können. Laura: Ja, total. Findet ihr denn, dass man diese Chancengerechtigkeit hier im Alltag spürt oder wo ist eurer Meinung nach vielleicht noch Potenzial da? Tobias: Also ich glaube, wir können immer besser werden. Auf jeden Fall. Und das ist auch unser Antrieb, denke ich. Aber ich denke, ein ganz wichtiger Aspekt ist, dass wir, wenn wir über Förderprogramme, Unterstützungen, Coaching, solche Dinge reden, dass wir nicht ein zentrales Thema in den Fokus nehmen, also dass wir sagen, wir coachen jetzt jemanden, nur weil du Arbeiterkind bist oder so was in der Richtung, sondern der Mensch zählt am Ende des Tages und jeder bringt irgendetwas mit, wo er oder sie besser werden kann, auf jeden Fall. Und dass wir da zielgerichtet die Kolleginnen und Kollegen unterstützen. Ich glaube, das ist das Wichtige an der Sache, und sei es jetzt wegen Alter, sei es vom Hintergrund, Familienhintergrund, Lebenssituationen, alles ist irgendwo etwas, was sich natürlich auf uns als Menschen und auf die Karriere auswirkt. Und da offen mit umgehen zu können, mit dem Mentor offen drüber sprechen zu können und zu sagen hey, was kann ich daraus auch ableiten für meine Karriere? Was sind vielleicht auch Vorteile, die es mit sich bringen? Da mal drüber gesprochen also dass dieses die Riesenchance, die wir, glaube ich, bieten können und wo wir besser werden müssen, also mehr Unterstützung leisten, mehr solche Programme auflegen, mehr Zeit uns nehmen für die Kolleginnen und Kollegen, auf jeden Fall. Am Ende des Tages ist das der klassische Konflikt. Wir wollen auch alle Geld verdienen. Wir müssen auch alle beim Kunden abliefern und sich für solche Sachen Zeit zu nehmen. Ich bin ein Fan dieses alten Spruches: ich habe nicht genug Zeit, meine Axt zu schärfen, ich muss Holz hacken. Also man muss auch so ein bisschen investieren. Unser Personal ist die Axt am Ende des Tages. Also wir sind die Köpfe, die die Leistung an den Markt tragen und die das Wissen mit sich bringen. Und da rein zu investieren und unsere Kolleginnen und Kollegen zu supporten, das ist nun mal der Kern des Ganzen. Und ja, das machen wir gut, aber ich denke, wir können auch noch besser werden. Laura: Ich denke auch, aber wir haben ja echt inzwischen schon eine ganz breite Palette, würde ich sagen. Zain, was würdest du denn sagen? Was gibt es aktuell in dem Bereich für Möglichkeiten, sich zu engagieren? Zain: Ich habe jetzt von Arbeiterkind erzählt, die grundsätzlich eine andere gemeinnützige Organisation ist. Aber da unterstützt mich PwC dahingehend, ich habe erzählt, dass wir eine Veranstaltung in Frankfurt realisieren durften und konnten und auch grundsätzlich das PwC mit Stunden unterstützt. Also wenn man sich sozial engagieren möchte, sei es jetzt bei Arbeiterkind, Netzwerk Chancen, die in diese Richtung gehen oder Life TeachUs, da ist auch PwC aktiv, oder 21 Future, also ich habe mich auch ein bisschen informiert vorher. Also alles wusste ich vorher auch nicht, aber das sind vielleicht auch Sachen. Also man weiß gar nicht wie viel möglich ist. Auch durch PwC mithilfe von PwC. Und ich glaube, diese Möglichkeiten gibt es. Da kann man sicher, wie du ja schon sagtest, man kann immer besser sein. Und ich glaube, dass auch der Anspruch bei uns, bei PwC und auch in diesen Bereichen, also die Möglichkeiten, die es gibt, die nutzen und vielleicht auch gemeinsam wie diese Initiative weiterentwickeln. Aber ich glaube, das muss man ja auch zugeben, dass wir jetzt über dieses Thema reden, ist ja nicht selbstverständlich, das ist ja auch schon mal etwas. Und genauso fängt etwas an. Tobias: Und ich glaube, du hast auch was Richtiges gesagt. Also diese ganzen Initiativen, man kann sie, glaube ich, auch alle gar nicht kennen und das ist aber auch nicht Sinn und Zweck der Sache, weil es muss ja passgenau, zielgerichtet sein. Es gibt Initiativen, da bist du einfach nicht die Zielgruppe, aber trotzdem sind sie wichtig. Also ich darf zum Beispiel für PwC auch als Coach mitwirken an einem Programm, was wir intern haben. Junge Kolleginnen, speziell. Frauen, die neu in den Beruf starten, die in so einer Männerwelt, die wir leider immer noch sind. Es wird immer besser, aber wir haben immer noch einen höheren Anteil Männer als Frauen im Unternehmen. Und da zielgerichtet zu unterstützen, zu sagen Hey, für euch folgende Informationen wichtig, um diese Welt zu verstehen. Genauso wie wir irgendwie so eine Hürde hatten, das zu verstehen. Jeder hat so seine andere Herangehensweise an Themen und da einfach Erfahrungsaustausch sicherzustellen. Sportler haben wir angesprochen, Migrationshintergrund. Das sind passgenaue Programme und es macht glaube ich auch Sinn, tatsächlich, weil sonst ist es wieder ein Einheitsbrei und dann hilft es mir individuell mit meinem Bedarf nicht. Laura: Das Thema Mentoring ist einfach wirklich super wichtig und auch ganz toll, dass ihr euch da beide einbringt. Was denkt ihr denn, wenn ihr jetzt so ein bisschen zurückschaut und vielleicht mit eurem jüngeren Ich sprechen würdet? Hätte so ein Mentor oder eine Mentorin euch damals geholfen? Hättet ihr euch das gewünscht? Zain: Bei mir ist es vermutlich schon angeklungen, definitiv ja, also definitiv. Ich finde das Thema ist auch immer man möchte ja Leistung bringen. Und das ist auch der Anspruch, Arbeiterkind zu sein oder aus schwächeren sozioökonomischen Verhältnissen zu kommen, heißt ja nicht, dass man nicht Leistung bringen kann. Man weiß nur nicht, wie man seine Leistung oder wo man sie am besten bringt, weil man genau das fehlt. Ein Mentor, Unterstützer, der sagt Engagiere dich doch da oder macht das, das wird dir später helfen, lern diese Fertigkeit also man dann lernt man vielleicht Sachen oder macht Sachen, die dann sicher auch helfen langfristig. Jetzt sage ich auch, es hat sicher geholfen. Also mein Weg war nicht gerade, aber das unterstützt mich auch. Also Empathie würde ich sagen und ein Verständnis für andere eben. Wenn wir zum Kunden gehen, dann würde ich behaupten, ich kann dann von jeder Ebene mit jemanden ein Gespräch führen, weil ich das genauso kennengelernt habe. Aber ein Mentor, ein Vorbild hätte dahingehend geholfen, dass ich zielgerichteter funktionieren und arbeiten könnte und die Leistung bringen könnte. Tobias: Ich bin gar nicht so sicher ehrlicherweise. Ich hatte das Glück, immer Vorgesetzte zu haben, die nicht zielgerichtet aus einem Projekt heraus oder aus einem Angebot heraus, aber einfach als Menschen sehr stark Mentoring gemacht haben. Deswegen habe ich jetzt auch nicht das eine Vorbild, was du gerade gesagt hast, immer gehabt, sondern ich habe viel von meinen jeweiligen Chefs und Chefinnen gelernt und hatte da tatsächlich wirklich Glück. Sowohl bei PwC, aber auch vorher. Und es hat die richtigen Weichen gestellt. Aber da war viel Glück dabei und das so ein bisschen planbarer zu machen, natürlich hätte man sich das gewünscht, aber die Fehler und die Dinge, wo man hingefallen ist, was falsch gemacht hat, die gehören auch irgendwie zum Leben dazu. Man lernt daraus und insofern würde ich jetzt nicht sagen, hätte ich unbedingt gebraucht. Es hätte vieles leichter gemacht. Das auf jeden Fall. Laura: Total, und Mentor:innen können ja auch echt in, ich sag mal allen Formen und Farben und Lebenslagen sein. Also ob es jetzt die Eltern sind oder beispielsweise Leute aus Initiativen oder vielleicht auch Vorgesetzte. Wenn ihr euch jetzt mal selber in die Rolle des Mentors versetzt, was würdet ihr denn jungen Menschen, die jetzt gerade zuhören, mitgeben auf ihren Weg? Zain, starte du gerne. Zain: Traut euch, traut euch, seid neugierig! Das Thema, das man vielleicht aus seiner Komfortzone rauskommt, das hört man ja oft bei Influencern und Ähnliches. Aber stimmt, wenn man sich einfach mal trauen würde aus seiner Bubble raus zu gehen, dann wird man was neues lernen und das hilft. Also wenn man jetzt zum Beispiel keine guten Noten schreibt oder Schwierigkeiten hat mit dem Lebenslauf, dann kann man ja mit jemanden sprechen, es besser macht und einfach mal von dieser Person lernen oder verstehen wie diese Person das macht. Weil wenn man sich nicht traut und nur in seinem eigenen Netzwerk bleibt, dann dann entgehen einem viele Möglichkeiten und Chancen. Also sich trauen und neugierig sein. Laura: Und ich würde sagen, dass das auch für beide Seiten gilt. Also sowohl aus für Leute, die vielleicht aus Akademiker:innen Haushalten kommen, als auch für sogenannte Arbeiterkinder. Es macht ja immer Sinn, über den Tellerrand zu schauen. Tobias, was würdest du denn sagen? Tobias: Ich würde genau das spiegeln wollen und eher aus der aus der Arbeitgeber, aus der Vorgesetztensicht auch da traut euch! Ich erlebe es immer wieder, dass Mandant:innen oder am Markt generell Vorgesetzte, die eine Stelle zu besetzen haben, Bedenken haben, jemanden ohne akademischen Lebenslauf, ohne das Gradlinige, das Perfekte im Lebenslauf einzustellen, eine Chance zu geben, auch da traut euch. Ich glaube, diese ganzen verschiedenen Lebensmodelle, die man mitbringt, das bereichert ein Unternehmen so sehr, dass das für beide Seiten Chancen ermöglichen kann. Und da kann glaube ich, Deutschland als Land, als Arbeitsmarkt noch viel, viel besser werden, da Chancen zu eröffnen. Die Unternehmen machen das zum Teil schon, aber eigentlich als Gesellschaft müssen wir noch viel, viel besser werden. Zu sagen, jeder hat seine Chance verdient. Und dann kann man immer noch gucken, ob es passt oder nicht. Und dass es dann dein traut euch aus der Arbeitnehmersicht. Wenn jetzt ein Zuhörer sagt, ich muss hier gerade meine Berufsentscheidung treffen, wo soll es hingehen? Da schaut man sich es halt an und scheitern ist in Deutschland immer so ein bisschen negativ im Kontext, aber man lernt ja auch aus Sachen. Wenn man dann zu PwC kommt und merkt, das ist dann doch nicht mein Ding, zu prüfen oder andere Sachen zu machen. Okay, aber dann hat man es ausprobiert und das ist doch das Wichtige. Zain: Das ist ein wichtiger Punkt, den du sagst, auch das Ausprobieren und auch ergebnisoffen an die Sache heranzugehen, weil das muss man auch. Ich sehe auch jetzt die umgekehrte Bewegung teilweise, wenn in meinem Format, wenn ich mit Leuten rede, die jetzt Entscheidungen treffen müssen, Studium oder Ausbildung, also auch da die Entscheidung sollte man vielleicht mal ergebnisoffen, aber oft sehe ich jetzt umgekehrt das Phänomen. Ich habe gesagt, meine Eltern wollten, dass ich Ingenieur werde. Am Ende habe ich es studiert, bin doch in der eine Richtung. War auch gut, weil als Ingenieur wäre ich nicht gut geworden. Aber auch da dann vielleicht: Wieso wollten meine Eltern, dass ich Ingenieur werde? Weil sie sagen, ein Ingenieur wird immer super Arbeit haben und die wussten vielleicht auch nicht das vor allem jetzt in der wirtschaftlichen Lage vielleicht andere Berufe viel mehr gebraucht werden könnten. Oder auch da an die Sache ergebnisoffener sich informieren, was ausprobieren, mit Leuten reden. Eine Ausbildung ist nichts schlechteres. Vielleicht ist für die Person eine Ausbildung was besseres als ein Studium. Und da bin ich wieder beim Thema Informationsungleichheiten und fehlende Vorbilder, dass man denkt oft, vielleicht ist Studium der einzige Weg. Vielleicht ist für den einen das Studium besser, für die anderen die Ausbildung. Dass man da ergebnisoffen, neugierig, sich trauen Sachen auszuprobieren, an die Sachen geht. Ich habe ein Schülerpraktikum beim Zahnarzt gemacht. Ich finde es gut, dass ich nicht dort gelandet bin. Das war mir dann auch klar, da pass ich nicht rein. Aber auch das sind Erfahrungen, die wichtig sind. Laura: Ich würde das ganz gern als Schlusswort nehmen und ich würde auch gern das Stichwort sich etwas trauen noch mal hervorheben, weil das, glaube ich, wirklich ein ganz, ganz großer Schlüssel ist und damit ganz, ganz lieben Dank an euch beide, dass ihr heute hier wart. Ich fand es total spannend, eure beiden teils ähnlichen, teils unterschiedlichen Perspektiven zu hören und ich würde sagen Zain, noch mal kurz an dich. Was können denn die Leute tun, wenn sie gerne noch mehr über das Thema bei PwC erfahren möchten? Zain: Ich glaube, dafür sind die Karriereseiten grundsätzlich gut geeignet. Aber auch Netzwerke wie LinkedIn helfen da. Also mich kann jeder anschreiben, jeder und jede. Wenn es Fragen gibt. Ich biete auch gern an, über den Lebenslauf zu schauen, wenn es hilft. Also auch da wieder das Thema: Traut euch. Ein Praktikum im dritten Semester hilft sicher auch da ausprobieren. Wenn es einem Spaß macht, macht es einem Spaß. Wenn nicht, dann hat man eine Erfahrung mehr. Und auch duales Studium. Diese Möglichkeiten gibt es auch. Finde ich auch hervorragend. Ich habe jetzt mit dualen Studenten zusammenarbeiten dürfen. Da merkt man natürlich, die kommen direkt vom Abi. Ich denke mir damals, ich nach dem Abi hätte nicht so viel gewusst wie die. Da merkt man auch, dass die jüngere Generation auch mit den Möglichkeiten, die sie hat und wenn sie die gut nutzt, sehr viel weiter ist. Also ja. Karriereseite von PwC hilft sicher, sonst informelle Kontakte über LinkedIn oder so im Sinne von Informationen einholen, aber bewerben über die Karriereseite. Also ja, das Thema bewerbt euch also und macht nicht den Fehler wie ich, dass ihr euch nicht traut, wenn ihr auf Karriereevents geht, die ich auch empfehlen würde, wo es auch viele gibt von PwC, einfach da auf dem Laufenden bleiben. Auch da, wenn ihr eine Visitenkarte von jemanden mitnimmt, schreibt die Person an. Nehmt sie nicht mit und macht nichts draus. Also bewerbt euch, schaut, welche Möglichkeiten es gibt. Laura: Und auch beispielsweise auf unseren Social Media Kanälen wird ja immer mal wieder was gespielt über solche Events wie beispielsweise Arbeiterkind. Und auch da sucht gerne den Kontakt, geht mit uns ins Gespräch und ich denke, dann lässt sich für alles eine Lösung finden. Vielen, vielen Dank an euch zwei, dass ihr heute hier wart. Und damit würde ich sagen bis zum nächsten Mal. Zain: Dankeschön. Tobias: Gerne, ciao. Laura (Outro): Ich konnte halten, was ich versprochen habe. Dann teile diese Podcastfolge mit Personen, denen sie auch gefallen könnte. Abonniere unseren Podcast auf den gängigen Plattformen und hinterlasse eine Bewertung. Wir hören uns wieder. Versprochen. Outromusik